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Original Thüringer Bratwurst

14,00 €

inkl. gesetzlicher MwSt.
HerstellerFleischerei Eismann
RegionThüringen
KategorieWurst
Inhalt1200 g

Angeblich bekommt man die originale Thüringer Bratwurst an jedem zweiten Imbiss in Deutschland, allerdings sind nur einige davon tatsächlich mit dem Siegel „Thüringer Original“ ausgezeichnet. Um die Herstellung der Original Thüringer Rostbratwurst ranken sich bis heute viele Sagen. Hier können Sie nicht nur echte Original Thüringer Rostbratwurst online bestellen, Sie bekommen auch Hintergrundinfos zur Herstellung, der Geschichte und ein Rezept zum selber machen.

Lagerung und Haltbarkeit

Eine gebrühte, vakuumierte Bratwurst kann bei einer Temperatur von 3 bis 7 Grad bis zu 4 Wochen lang aufbewahrt werden. Um Sie noch länger aufbewahren zu können kann man die Bratwürste auch einfrieren. Bitte beachten: Durch das einfrieren kann es aber zu Geschmacksverlusten kommen.

Inhaltsstoffe

Nährwertangaben

Was? pro 100g in g Tagesbedarf (%) je Portion (60g)
Energie 814 kJ/196 kcal 5,8
Fett 14,9 12,8
davon gesättigte Fettsäuren 5,7 17,1
Kohlenhydrate <0,5 <0,2
davon Zucker <0,5 <1,0
Eiweiß 15,3 18,3
Salz 2,3 22,7

 

Serviervorschlag

Auf jeden Fall wurde diese mitteldeutsche Spezialität früher ausschließlich aus der Hand gegessen. Das heißt, die Bratwurst wurde in einem aufgeschnittenen Brötchen serviert. Man gibt reichlich Thüringer Born Senf hinzu. Heute serviert man die Wurst auch gerne zu Kartoffelsalat. Es versteht sich fast von selbst, dass auch der nach originalen thüringischen Rezepten hergestellt sein sollte. Will man die Wurst als Tellergericht genießen und eine Beilage servieren, empfiehlt sich in erster Linie herzhaftes Sauerkraut.

Sorten der Thüringer Rostbratwurst

Während man bei uns die Original Thüringer Rostbratwurst gebrüht bekommt, kann man sie in mehreren Varianten genießen. Es gibt sie zum Beispiel als so genannte Rohwurst. Haltbar macht man diese Art überwiegend durch Salzen und Trocknen. In einigen Fällen wird sie zusätzlich durch Räuchern konserviert, wobei diese Art bei der Thüringer Spezialität nur selten zur Anwendung gelangt. Sie kommt vielmehr überwiegend als Rohwurst in den Handel.

Aber es gibt diesen herzhaften Imbiss auch in Form einer Brühwurst. Sie muss eine bestimmte Zeit bei einer bestimmten Temperatur in heißem Wasser sieden, um eine gewisse Haltbarkeit zu erreichen.

Die feine Rostbratwurst dagegen wird überwiegend aus fein gekuttertem Brät hergestellt. Das heißt, dass man bei der Zerkleinerung der jeweiligen Bestandteile die kleinsten Scheiben des Fleischwolfes wählt. Dann erhält man die Thüringer Rostbratwurst als „feines“ Produkt.

Wer eine gröbere Bratwurst will, nimmt dementsprechend beim Kuttern etwas größere Scheiben des Fleischwolfes, um eine Körnung bis maximal „5“ zu erzielen.

Herkunft der Original Thüringer Rostbratwürste

Das Bundesland Thüringen in Mitteldeutschland ist unter anderem bekannt für viele kulturhistorische Highlights und für das Wintersportzentrum Oberhof, wo weltberühmte Spitzensportler wie zum Beispiel Biathlet Arnd Pfeiffer, die Langläufer Jens Filbrich und Axel Teichmann oder der nordische Kombinierer Tino Edelmann trainieren. Zu Thüringen gehört auf alle Fälle jedoch eine weitere Spezialität: Die allseits beliebte und berühmte Bratwurst. Die Herstellung dieses weithin bekannten Erzeugnisses schaut auf eine jahrhundertelange Tradition zurück und viele Thüringer Fleischereien haben ein eigenes Rezept.

Die Anfänge der Thüringer Rostbratwurst

Die älteste bekannte schriftliche Abfassung zur Herstellung der „Thüringer“ stammt aus dem Jahr 1404. Diese überhaupt erste Erwähnung der Thüringer Delikatesse entdeckte am 13. Juli 2000 übrigens der Archivar Peter Unger. Das können interessierte Zeitgenossen unter anderem im Rudolstädter Staatsarchiv nachlesen. Es heißt hier in einer Abschrift der Propstei-Rechnung des Arnstädter Jungfrauen-Klosters: „1 gr vor darme czu brotwurstin“. Und das bedeutet im Klartext: „1 Groschen für Bratwurstdärme“.

Ein konkret geschriebenes Rezept aber ist erst seit 1613 bekannt. Seit dieser Zeit halten sich Metzgereien an diese Rezeptur, die von Generation zu Generation überliefert wird. Auch kleine Betriebsgeheimnisse bleiben im Rahmen einer selbst auferlegten Schweigepflicht für Außenstehende absolut tabu. Bevor sich die Thüringer Spezialität unter Grillfreunden bundesweit und selbst im Ausland einen Namen machte, haben auch bekannte Zeitgenossen sich dieser berühmten Wurst gewidmet. So pries 1669 der Schriftsteller Johann Jacob Christoffel von Grimmelshausen in seinem abenteuerlichen „Simplicius Simplicissimus“ die Vorzüge der schmackhaften Leckerei aus Thüringen. Und auch Dichterfürst Johann Wolfgang von Goethe hat die mittelfeine Delikatesse probiert und in höchsten Tönen gelobt. Das ist unter anderem in den unzähligen Briefen an seine langjährige Freundin Charlotte von Stein dokumentiert. Zeigte sich der weit gereiste Gourmet anfangs lediglich vom Frankfurter Würstchen überaus angetan, fand er später am Klassiker aus Thüringen ebenfalls sein Wohlgefallen.

Das traditionelle Handwerk bildet sich heraus

Die Original Thüringer Rostbratwurst gilt als Highlight der Esskultur im mitteldeutschen Bundesland. Heute stellen die heimischen Metzgereien die Wurst nach altüberlieferten Rezepten her und halten sich dabei streng an die jeweiligen seit Generationen angewandten Zutaten. Im gesamten Bundesland kann man diese originale Spezialität praktisch an jeder Ecke genießen. Traditionell grillt man die Wurst auf Holzkohle. Soll der Grill abgekühlt werden, benutzen die Thüringer dazu frisches Bier. Allein der Geruch einer solchen Prozedur lässt Feinschmeckern angeblich schon das Wasser im Munde zerlaufen.

Die Rostbratwurst heute

Die Thüringer Rostbratwurst wurde 2003 im sogenannten „Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften“ der Status eines geografisch geschützten Produktes zuerkannt. Ein Jahr später feierten auf dem Erfurter Domplatz mehr als 20.000 Gäste ein Riesenfest unter dem Motto „600 Jahre Thüringer Rostbratwurst“. Schließlich widmet sich auch noch ein Verein der Historie dieser bekannten Grillspezialität: Am 18. Februar 2006 wurde der Verein „Freunde der Thüringer Bratwurst e. V.“ gegründet.

Original Thüringer Rostbratwurst selber machen

Als Johann Sebastian Bach 1685 im thüringischen Eisenach geboren wurde, war eine von vielen kulinarischen Köstlichkeiten im Freistaat schon bekannt: die Thüringer Rostbratwurst. Schon rund 70 Jahre vorher wurden Rezepte geschrieben, welche die wichtigsten Herstellungsarten dieser Spezialität dokumentierten. Heute gilt die Original Thüringer Rostbratwurst als Spitzenerzeugnis aus der Lebensmittelbranche, wobei auf explizite Verwendung von Zutaten und Gewürzen besonderer Wert gelegt wird. Zwar gibt es im Freistaat Thüringen bei der Herstellung dieser beliebten Gaumenfreude regional minimale Unterschiede, die jedoch alle ausnahmslos die wesentlichen Merkmale zur Herstellung der schmackhaften Delikatesse berücksichtigen.

Herstellung

Hauptbestandteil ist Schweine- oder Kalbfleisch. Das Produkt wird jedoch auch aus beiden Rohstoffen hergestellt. Schweinebauch und -schulter werden hierbei bevorzugt verarbeitet. Während der eine Gourmet die thüringer bratwurst in roher Form bevorzugt, zieht der andere die Grillspezialität in gebrühter Abwandlung vor. Allgemein gängige Gewürze sind neben Pfeffer und Salz vor allem Majoran, Kümmel und Knoblauch. Zur Herstellung werden auch Milch und Semmelmehl verwendet. So könnte die Original Thüringer Rostbratwurst zum Beispiel auf folgende Art und Weise hergestellt werden (für ca. 20 Stck.):

  • je 1 Kilo Kalb- und Schweinefleisch zerkleinern und durch die feinste Scheibe des Fleischwolfes drehen.
  • 4 Eier zugeben
  • mit 40 g Salz, 5 Gramm Pfeffer und eventuell mit einer zerdrückten Knoblauchzehe würzen.
  • Bei zu viel Feuchtigkeit etwas Semmelmehl in die Masse geben. Danach alles in sorgfältig gereinigte Naturdärme vom Schwein oder vom Schaf einfüllen.

Die Fleischerei Eismann

Die Geschichte der Fleischerei Eismann beginnt im Jahr 1890, als Otto Eismann seine Meisterprüfung bestand und nur wenige Tage später die gleichnamige Fleischerei in Vieselbach gründete. Dies war der Beginn einer langen Tradition eines Familienbetriebes in der Nähe von Erfurt, der im Laufe der Jahre große Erfolge feierte, aber auch schwere Zeiten überstehen musste. Zunächst betrieb die Familie eigene Landwirtschaft und schlachtete das eigene Vieh, das dann zu Fleisch- und Wurstwaren weiterverarbeitet wurde. Nicht nur die Familienmitglieder, auch die Dorfbewohner halfen bei der schweren Arbeit mit, die auf dem Hof und im Laden der Eismanns anfiel. Nach dem Zweiten Weltkrieg galt es, der Verstaatlichung durch das DDR-Regime zu entgehen, was auch gelang. Die bisher gleichzeitig betriebene Landwirtschaft musste jedoch aufgegeben werden. Familie Eismann konzentrierte sich daraufhin auf ihre Fleischerei und erhielt für ihre Wurst- und Fleischspezialitäten im Laufe der Jahre mehrere Auszeichnungen. 2015 konnte das Unternehmen sein 125-jähriges Bestehen feiern. Heute arbeitet bereits die vierte und fünfte Generation in dem Familienbetrieb, der neben dem Ladengeschäft auch einen Partyservice für Erfurt und Umgebung betreibt.

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