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Saline Luisenhall Tiefensalz

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7,97 €

inkl. gesetzlicher MwSt.

Luisenhaller Pfannensalz (auch: Salinensalz oder Tiefensalz) ist ein ganz besonderes Salz. Es stammt aus der einzigen Pfannensaline in Europa, die gewerblich betrieben wird. Diese Pfannensaline befindet sich am Ortsrand von Göttingen und produziert heute wie vor 150 Jahren Tiefensalz aus Natursole. Diese ist ein Überrest eines Ozeans, der vor 250 Millionen Jahren eingetrocknet ist. Diese Ablagerungen bilden die besten Voraussetzungen für ein qualitativ hochwertiges, aber naturbelassenes, unraffiniertes Salz . Aus ihnen wird das Salz gewonnen, wenn das 24-stündige Pfannensiedeverfahren abgeschlossen ist. Das rund 1000 Jahre alte Pfannensiedeverfahren ist die älteste Form der Salzproduktion. Dabei wird das Salinensalz in großen flachen Pfannen erhitzt (daher auch der Name Pfannensalz). Sobald dieses kristallisiert, kann es abgeschöpft werden. Diese Methode gewährleistet, dass die im Salz enthaltenen Mineralstoffe und Spurenelemente nicht verloren gehen.

Eine weitere Besonderheit des Salzes, das aus einer Tiefe von 460 Metern geförderten und mittels Pfannensiedeverfahren gewonnenen wird, ist dass es komplett ohne Zusätze oder Rieselhilfe auskommt und deshalb gerne in der ökologischen Landwirtschaft zum Einsatz kommt. Salinensalz enthält einen höheren Anteil von Calcium, Eisen und Kalium als andere Salze, deshalb schmeckt es sehr mild. Diesen Umstand nutzen einige Fleischereibetriebe, wie die Landfleischerei Neumeier, um ihre Wurstspezialitäten auf besondere Art zu würzen. Die Fleischerei Neumeier setzt das Salz zum Beispiel in ihrer Ahlen Wurscht und anderen Würsten ein.

Lagerung und Haltbarkeit

Luisenhaller Pfannensalz lässt sich als Löffel- oder Fingersalz einsetzen. Das Küchensalz („Fingersalz“) ist am besten in einem luftdicht verschließbaren Topf oder einem anderen Gefäß mit entsprechend großer Öffnung aufzubewahren. Bei Bedarf lässt sich so ganz einfach die gewünschte Menge mit den Fingern entnehmen. Für die Salzmühle ist das sogenannte Salzmühlensalz besser geeignet. Da das Luisenhaller Pfannensalz frei von jeglichen Zusätzen ist, ist es grundsätzlich unendlich lange haltbar. Damit es nicht übermäßig verklebt, sollte es an einem trockenen Ort aufbewahrt werden. Dies gilt insbesondere für das Salzmühlensalz.

 

Verwendung

Grundsätzlich lässt sich Luisenhaller Salinensalz genauso verwenden wie jedes andere Salz auch: zum Würzen und Verfeinern aller möglichen Speisen und Gerichte. Je nach persönlicher Vorliebe geschieht dies mit den Fingern oder einem Löffel. Beim Würzen nach Fingerspitzengefühl ist Tiefensalz zu empfehlen, da es in feiner und grober Körnung erhältlich ist. Zudem ist es zu empfehlen, das Tiefensalz nicht in einem Salzstreuer, sondern in einem Gefäß mit Deckel aufzubewahren, da es aufgrund der fehlenden Zusätze und Rieselhilfen zum Verkleben oder Verklumpen neigt.

Sehr grob ist das Salzmühlensalz, das ganz nach Bedarf erst dann fein gemahlen wird, wenn es wirklich benötigt wird. Luisenhaller Pfannensalz kann aber auch ungemahlen für alle möglichen Rezepte „mit Salzkruste“ verwendet werden.

Herkunft – Die Geschichte der Saline Luisenhall

Im Jahr 1850 gründete der Geologe Philipp Rohns seine Firma, mit der er im Göttinger Stadtteil Grone eine Saline erbaute. Leider brachte ihm das Pfannensiedeverfahren trotz großer Erwartungen weder Geld noch Ruhm ein und Rohns musste 1859 Konkurs anmelden. Auch die Brüder Louis und Theodor Laporte, welche die Saline 1863 bei einer Versteigerung erwarben und nach ihrer verstorbenen Mutter Luise benannten, schafften es wegen diverser Probleme nicht, mit ihr finanziell erfolgreich zu sein. Es folgten mehrere Eigentümerwechsel, von denen keiner lange im Gedächtnis geblieben ist.

Erst als Hermann Bartold Levin, der aus einer Tuchfabrikantenfamilie aus Göttingen stammte, die Saline 1881 übernahm, wurde Luisenhaller Pfannensalz zur Erfolgsgeschichte. Levin setzte all sein unternehmerisches Können und viel Disziplin ein, um den Erfolg seiner Saline zu sichern. Dazu gehörte unter anderem ein Umbau und eine Erweiterung der Saline sowie der Gleisanschluss zu dem Göttinger Güterbahnhof, der den bis dahin betriebenen Fuhrverkehr zur Pferde ersetzte. Bis heute ist sie ein beeindruckendes Beispiel für einen unabhängigen Familienbetrieb, der sich allen Widrigkeiten zum Trotz durchsetzen konnte. Seit 1994 leitet Jörg Bethmann den Betrieb. Heute ist die Saline Luisenhall die letzte Pfannensaline Europas, die noch in Betrieb ist, und gleichzeitig ein Industriedenkmal, das Besucher aus aller Welt einlädt, sich am Beispiel von Luisenhaller Pfannensalz anzusehen, wie Salz vor 150 Jahren produziert wurde.

 

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